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14./16.06.04
Sondermüllsammlung
in Schulen und Kindergärten:
Tausende Kinder hantieren - trotz bekannter Gesundheitsgefahr -
mit leeren Toner-Kartuschen
Mit Billigung des Bundes
hantieren Kinder in rund 11 000 Schulen und 2500 Kindergärten
im Auftrag der Recycling-Firma Interseroh mit leeren Tonerkartuschen
von Laserdruckern und Kopiergeräten, obwohl Toner im Verdacht
steht gesundheitsschädlich zu sein.
Die Kinder werden dazu aufgefordert,
leere Tonerkartuschen von zu Hause oder von den elterlichen Arbeitsstellen
mitzubringen und in Boxen zu sammeln, die von der Firma in Schulen
aufgestellt werden.
Die Schule erhält dafür
" Grüne Umweltpunkte", die sie bei der Firma in Computer
und Zubehör, Sportgeräte, Bücher und Lehrmaterial
umtauschen kann.
Schirmherrin der " Aktion
Sammeldrache" ist Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn.
Die Interessengemeinschaft
Tonergeschädigter (ITG) ) findet es unverantwortlich,
dass Kinder den Toner- Resten in den gebrauchten Kartuschen ausgesetzt
werden: sie Hautreizungen, Atembeschwerden und Allergien verursachen.
Interseroh betrachtet die Aktion
als " Schulsponsering".
Nachdem Kritik an der Aktion
laut geworden war, würdigte der Bundesverband der deutschen
Industrie (BDI) die Aktion und zeichnete sie mit seinem Umweltpreis
aus.
In der Jury des BDI-Umweltpreises
saßen neben Vertretern aus unterschiedlichen Sparten des Industrieverbandes
auch ein Mitglied des Hauptvorstandes der Industriegewerkschaft
Bergbau, Chemie, Energie , ein Vertreter des Umweltbundesamtes sowie
Vertreter von Umweltverbänden.
Ein Sprecher der Firma konnte
nicht sagen, wie viel die Firma mit der Sammelaktion in Schulen
und Kindergärten umsetzt; sie würden nicht getrennt von
anderen Recycling- Kartuschen erfasst, die 2003 für 5,2 Millionen
Umsatz gut waren.
Quelle : Frankfurter
Rundschau
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